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24. November 2010

TSV Westerhausen I – SC Melle 03 II

Das Derby der Tabellennachbarn fand unter besonderen Vorzeichen statt. Mit einem Sieg konnte der SC Melle 03 den TSV Westerhausen hinter sich lassen und endlich mal den Blick in obere Tabellendimension wagen. 
Vor dem Spiel machte man sich klar, dass jeder Spieler in der Lage sein müsse, seinen Gegenspieler in den Griff zu bekommen und auch eigene Akzente setzen müsse. Allerdings war man sich auch bewusst, bislang noch keinen Sieg auf Rasen eingefahren zu haben, sondern nur auf heimischen oder gegnerischen Kunstrasen siegen konnte. Sieht man alleine diese Vorzeichen, so war der Gastgeber Favorit, denn der Rasen war tief und schwer zu bespielen. Doch Ausreden sollten an diesem Spieltag nicht gelten, denn man wollte unbedingt gewinnen und endlich den „Rasenfluch“ besiegen. 
Gleich in der dritten Minute ging man durch einen schönen Distanzschuss von Veith Huning in Führung. Im weiteren Spielverlauf war das Spiel aufgrund des Platzes und den daraus resultierenden Fehlpässen fahrig, doch zu keinem Zeitpunkt schaffte es der TSV, das Spielgeschehen an sich zu reißen. Dennoch kam der TSV zum Ausgleich. Nach einer Ecke schaffte es der Spielertrainer des TSV, den Ball ins Tor zu stolpern, der Ball war nach der Ecke direkt vor seine Füße gefallen. Das Tor zum 1:1 brachte den Gastgebern jedoch keine Sicherheit und das Spiel dominierten weiterhin die Gäste, die vor der Halbzeit allerdings nur noch zu einer Chance kamen, die der Torwart des Gastgebers auf orthodoxe Art und Weise klären konnte. 
Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeit. Dort machte man sich bewusst, dass man die Schwächen der Gastgeber besser nutzen müsse. Die Abwehr inklusive Torwart wurden als die Schwachstelle der Gastgeber ausgemacht. Man nahm sich vor, Distanzschüsse sowie durch schnell gespielte Angriffe die Abwehr ein weiteres Mal bezwingen zu können.
Dieses Vorhaben gelang wiederum Veith Huning, der mit seinem zweiten Schuss aus 20 Metern Entfernung die Führung der Gäste wiederherstellte. Nach der Halbzeit kam man auch mit den Platzverhältnissen besser zurecht und man ließ dem TSV keine weitere Chance, so dass Erik Meschke einen ruhigen Nachmittag im Tor verleben konnte. 
Ein Manko im Angriffsspiel war jedoch die Konsequenz vor dem Tor und der „letzte Pass“. Dies zog sich trotz der noch zwei fallenden Tore durch das gesamte Spiel. 
Das 1:3 fiel nach einem herrlichem Kopfball von „MC“ Christian Weiner, der nach Flanke von dem stark aufspielenden Veith Huning bedient wurde und ins lange Eck einköpfen konnte. Das 1:4 fiel nach einem Alleingang von Julian Handtke, der souverän am schwachen Torwart vorbei ins Tor einschieben konnte. Nach diesem 1:4 zog sich auch der Spielertrainer des TSV auch wieder zurück auf seine Liberoposition und sah es ein, dass man durch Reden auch kein Spiel gewinnen kann. Der Dominanz der Gäaste zollte er schon vor dem 1:4 Tribut, als er die Anweisung gab, nur noch hohe und lange Bälle zu spielen, da man es mit spielerischen Mitteln nicht vor das Tor der Gäste schaffe. 
Weitere Chancen wurden nicht genutzt und so verpasste man es das negative Torverhältnis weiter zu verbessern. 
Am letzten Spieltag in diesem Jahr wird man zu einem weiteren Derby zum TSV Riemsloh reisen. Hoffentlich wird man das Jahr versöhnlich abschließen können, auch wenn man dieses Mal als Underdog anreisen wird. Doch man weiß um die eigenen Stärken. 


Tim Philipp Reineke




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